b

Kosten

Die letzte Stufe der Gebührenverordnung machte die Namensaktie, von der Kostenseite her, konkurrenzlos. Denn trotz der Muss-Kosten bei Namensaktien, sind die laufenden Kosten dieser Aktiengattung für die Gesellschaften jetzt niedriger, als die bei Inhaberaktien. Dort hat die Verordnung bereits zu einer beträchtlichen Erhöhung der Kosten für die Hauptversammlung sowie für Mitteilungen an die Aktionäre geführt. Alle wichtigen Aufgaben - wie beispielsweise der Versand von Aktionärsinformationen oder die Einladung zur Hauptversammlung - wickeln die Depotbanken für die Gesellschaften ab. Die Beträge für den Aufwandsersatz bei papiergebundenen Mitteilungen an die Kreditinstitute sind mit der Verordnung in der Spitze um 30 Prozent erhöht worden.

Ein weiteres Plus für die Kostenstruktur bei Namensaktien ist die Möglichkeit des Versands von elektronischen Mitteilungen an die Aktionäre. Porto und Produktionskosten reduzieren sich dadurch. Diese zeitgemäße Art der Kommunikation ist allerdings nur mit Aktionären möglich, die in Unternehmen investiert haben, die mit Namensaktien gelistet sind. Denn durch das Aktienregister - Voraussetzung für die Emission von Namensaktien - kennen die Unternehmen zumindest alle inländischen Aktionäre. Dies ist eine entscheidende Vorraussetzung für direkte Kommunikation mit Investoren, die bei Gesellschaften mit Namensaktien auch zunehmend online stattfindet.

Fazit: Die Namensaktie hat sich mittlerweile zu einer kostengünstigen Wertpapiergattung für die Emittenten entwickelt. Gebührenverordnung und Online-Versand tragen zu dieser Entwicklung bei.

Pro & Contra Namensaktie
„Was spricht jetzt noch gegen die Namensaktie?" Diese Frage lässt sich nach den Entwicklungen der letzten Monate...
Hauptversammlung
Nur bei der Namensaktie ist Internet Voting oder der E-Mail-Versand von Unterlagen wie beispielsweise...
Investor Relations
Die Namensaktie ist die Grundlage für effektive Investor Relations und bietet die Möglichkeit Aktionärs- und...
Perspektiven
Die Namensaktie wird immer beliebter. Es ist zu erwarten, dass mittelfristig die Entscheidungen für günstigere und...