Air Berlin hebt mit Namensaktie ab

Die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands ist seit dem 11. Mai 2006 an der Börse. Mit im Gepäck der Air Berlin ist die Namensaktie. Geringe Kosten und die Möglichkeiten für Investor Relations beeinflussten die Entscheidung für diese Aktiengattung. Auch den nach einer EU-Richtline zu erbringenden Nachweis, dass sich die Gesellschaft mehrheitlich im Besitz von Aktionären aus EU-Mitgliedsstaaten befindet, lässt sich mit Namensaktien leichter realisieren. Die Anleger von Unternehmen mit Namensaktien sind durch das für diese Wertpapiergattung zu führende Aktienregister größtenteils bekannt. Aktienregisterführer ist registrar services GmbH aus Eschborn. Der Dienstleister hat bereits Erfahrungen in dieser Branche gesammelt, da das Unternehmen auch das Aktienregister der TUI AG führt, die bereits im vergangenen Jahr von Inhaber- auf Namensaktie umstellte.
Air Berlin startete 1979 mit einem Flugzeug durch und fliegt heute 130 Routen. Mit der Mischung aus besonderen Leistungen, wie den Shuttle-Services oder dem Vielfliegerprogramm und günstigen Flugtickets schaut die Fluggesellschaft positiv in die Zukunft. „Full-Service fliegen – wenig zahlen“, so lautet dann auch das Motto des Börsenneulings. Air Berlin will das Geld aus dem Börsengang in weiteres Wachstum investieren.
[12.05.2006]
